Investieren in Bestandsimmobilien

29.09.2019

Wann sich der Kauf einer Bestandsimmobilie für Sie lohnt

Wer über einen Immobilienkauf nachdenkt, der steht schnell vor der Frage: Bestandsimmobilie oder Neubau Immobilie? Welche Immobilie die richtige für Sie ist, hängt stark davon ab, welche Ziele Sie mit dem Immobilienkauf erreichen wollen. Legen Sie beispielsweise wert auf Steuerersparnisse oder möchten Sie Immobilien zur Altersvorsorge nutzen? Prinzipiell muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um einen Immobilienkauf als Kapitalanlage handelt, oder ob Sie vorhaben selbst in dem Haus oder der Wohnung zu wohnen. Dieser Artikel befasst sich als kurzer Ratgeber vorrangig mit dem Kauf von Immobilien als Kapitalanlage.

Vorteile und Nachteile von Bestandsimmobilien im Vergleich zum Neubau

Bestandsimmobilien bieten dem Käufer im Vergleich zu Neubau Immobilien einige relevante Vorteile beim Immobilienkauf, die in diesem Ratgeber näher erläutert werden:

  • Höhere Rendite: Bestandsimmobilien bestechen häufig durch höhere Renditen.
  • Günstigerer Preis: Der Preis einer bestehenden Immobilie liegt meist unter dem einer noch nicht fertiggestellten Immobilie, was gleichzeitig die Finanzierung vereinfacht.
  • Sofortige Cashflow: Bestandsimmobilien sind in der Regel bereits vermietet oder können sofort vermietet werden. Bei einer Neubau Immobilie kann es zu Bauerzögerungen kommen mit dem Nachteil, dass vor Bauabschluss keine Einnahmen erzielt werden können.
  • Mängel: Bestandsimmobilien können besichtigt werden. Eventuelle Mängel können so schon vor dem Kauf festgestellt werden. Eine Neubau Immobilie hat hingegen den Nachteil, dass der Käufer das Baurisiko und eventuelle Mängel trägt, die unter Umständen sogar den Wert der Immobilie schmälern.
  • Förderung: Die KfW Bank unterstützt den Käufer bzw. Eigentümer der Immobilie bei der Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen.

Exkurs: Immobilienkauf fürs Eigenheim

Wenn Sie ein Haus kaufen möchten oder über den Kauf einer Wohnung nachdenken, um selbst darin zu wohnen, können die Vor- und Nachteile durchaus anders bewertet werden. Wo der Eigentümer von Immobilien als Kapitalanlage beispielsweise davon profitiert, dass der Bau bereits vollständig abgeschlossen ist, legt der Käufer eines Eigenheims eventuell mehr wert darauf, das eigene Haus / die eigene Wohnung selbst mitgestalten zu können. Ebenso können die Rahmenbedingungen für einen Kredit zur Baufinanzierung andere sein als die für ein Darlehen bei einem Immobilienkauf als Kapitalanlage, genauso wie Fördermöglichkeiten der KfW.

Wann spricht man von einer Bestandsimmobilie?

Die meisten Häuser auf dem Immobilien Markt sind Bestandsimmobilien. Als Bestandsimmobilie versteht man eine vollkommen fertiggestellte Immobilie, in der man bereits wohnen kann. Bei einem Haus genügt es zur Definition als Bestandsimmobilie also nicht, wenn man nur in einer Wohnung bereits wohnen kann, während sich alle anderen noch im Bau befinden.

Hohe Mietrenditen bei Bestandsimmobilien

Der Kauf einer Bestandsimmobilie ist in der Regel günstiger als der einer Neubau Immobilie. Durch die niedrigeren Kosten profitiert der Käufer von höheren Überschüssen und gegebenenfalls von einer günstigeren Finanzierung, da das Darlehen und somit auch die Zinsen niedriger ausfallen. Zudem kann eine Bestandsimmobilie direkt vermietet werden. Oft sind die betroffenen Häuser oder die betroffene Wohnung sogar bereits vermietet, sodass der Käufer ab Tag eins Mietrenditen erwirtschaftet. Hinzu kommt, dass insbesondere Häuser unter den Bestandsimmobilien oft attraktiver sind als Neubau Immobilien, da die Grundstücke früher größer waren und Mieter in Bestandsimmobilien in einer Stadt in der Regel zentraler wohnen als in einem Neubau.

Geringere Kosten bei Bestandsimmobilien

Statt einem großen Darlehen zur Baufinanzierung mit einer hohen Belastung durch Zinsen (einer der Nachteile bei einer Neubau Immobilie) genügt beim Kauf einer Bestandsimmobilie aufgrund der günstigeren Preise oft schon ein kleiner Kredit. Zwar können bei Bestandsimmobilien Mängel vorhanden sein, jedoch sind diese in der Regel schon vor dem Immobilienkauf bekannt, da die Immobilie besichtigt werden kann. Zudem fördert die KfW Bank die Sanierung von Immobilien insbesondere im Bereich Energieeffizienz. Informationen darüber, welche Maßnahmen konkret gefördert werden, finden Sie online auf der KfW Website.

Eine Bestandsimmobilie als Kapitalanlage

Als Kapitalanlage eignet sich die Bestandsimmobilie insbesondere zum langfristigen Vermögensaufbau mit einer Haltedauer von mehreren Jahren. Wie jede Immobilie bietet auch die Bestandsimmobilie dem Eigentümer den Vorteil, dass der Verkauf nach zehn Jahren zu hundert Prozent steuerfrei ist. Wenn Sie eine Bestandsimmobilie kaufen wollen, sollten Sie also mit einer Haltedauer von zehn Jahren oder mehr für die Immobilie kalkulieren. Durch die in den letzten Jahren immer niedriger gewordenen Zinsen bietet sich ein Darlehen mit geringerem Eigenkapitalanteil an. Durch die vergleichsweise günstigeren Kaufpreise kommt der Kauf einer Bestandsimmobilie dabei bereits für kleinere Investments in Frage. Unabhängig davon, ob Sie nur eine Wohnung oder ein ganzes Haus kaufen möchten, sollten Sie unbedingt auf eine gute Beratung Wert legen. Immobilien Experten wie die inviniti AG können im Rahmen einer umfangreichen Beratung gemeinsam mit Ihnen entscheiden, ob eine Bestandsimmobilie für Sie die richtige Wahl ist. Eine Beratung zum Thema Immobilien können Sie direkt online anfragen. Weitere Informationen zum Thema Investieren in Bestandsimmobilien finden Sie hier.